Theatermaske "nô" einer schönen jungen Frau "zo-onna", Anfang 20. Jahrhundert · Japan · ID: 3053222
Zemanek-Münster, Würzburg, 24 November 2012, lot 40
Beschreibung
leichtes Holz, japanische Inschrift mit goldener Farbe rückseitig
Das “nô”-Spiel entwickelte sich im 14. Jahrhundert aus einer antiken Tradition religiöser Tänze und burlesker Spiele, die in Tempeln aufgeführt wurden. Im Laufe der Zeit prägten sich zwei eng miteinander verbundene eigenständige Formen heraus: das ernste “nô”-Drama und die humorvolle “kyogen”-Posse.
Das Hauptanliegen der “nô”-Kunst besteht in der Vermittlung von “yûgen”, was etwa soviel bedeutet wie “Schönheit”, “Tiefe der Empfindung”, “Anmut”, “Eleganz”. Es kommt darauf an, Charakter und Geschehen durch nur geringe Andeutung in Geste und Bewegung dem Zuschauer nahe zu bringen, nicht etwa realistisch zu spielen.
Vergleichsliteratur
Fahr-Becker, Gabriele (Hg.), Ostasiatische Kunst, Bd. 2, Köln 1998, p. 303

