Sitzender Hund "aja" · Nigeria, Yoruba · ID: 3053656
Arno Henseler, Munich, Germany
Beschreibung
leichtes Holz, Pigmente,
Hundedarstellungen finden sich in den Schreinen des Gottes “shango” und werden mit der Figur des „lube yemi“ in Verbindung gebracht.
Nach einer von Ulli Beier überlieferten Erzählung handelt es sich um einen Hund, der vor “ogun”, dem Gott des Eisens, zu “shango” floh, da “ogun” Hundefleisch verzehrte. Nachdem “ogun” ihn in einen Zwerg verwandelt hatte, nahm “shango” ihn dennoch auf und sprach die Worte „lube yemi“. Guy van Rijn merkt hierzu an, dass „lube yemi“ nach seinen Forschungen im Yoruba mit „Küss meine Hand“ übersetzt werden könne. Dabei bedeute „lube“ „küssen“ und „yemi“ „meine Hand“. Die Redewendung werde als höfliche Bitte verwendet und drücke Respekt oder Zuneigung aus.
Publikationen
Stoll, Gert & Mareidi, Ausstellungskatalog Galerie Schwarz-Weiss, München 1981, ill. 38
AHDRC: 0109569

