Seltene Federgeldrolle "manahau" oder "tevau" · Salomonen - Santa Cruz Inseln, Ndende · ID: 3053450
Beschreibung
rote Federn des Kardinalhonigvogels, Pflanzensaft (Klebstoff), Pflanzenfaser, Baumrinde, Perlen,
Der Wert einer Federgeldrolle wurde bemessen nach Länge und Intensität der Farbe. Für ein Band Federgeld in üblicher Länge (ca. 4,5 m) wurden die Federn von ungefähr dreihundert Kardinalhonigvögeln benötigt und es waren ca. fünf- bis sechshundert Arbeitsstunden notwendig.
Die “manahau”-Federrolle war ein überaus wertvolles Zahlungsmittel, was allein schon in der aufwändigen und langwierigen Herstellung begründet liegt.
Die traditionelle Verwendung als Brautpreis hielt sich bis in die 1970er Jahre. Heiratswillige Männer mussten dem Brautvater bis zu zehn Rollen Federgeld zahlen.
Bereits 1911 war Federgeld selten, 1962 konnten noch fünf Personen ausgemacht werden, die die Herstellung beherrschten, 1967 waren davon nur noch zwei übrig. Heutzutage wird Federgeld überhaupt nicht mehr hergestellt.
Vergleichsliteratur
Hurst, Norman, Power and Prestige, Cambridge 1996, p. 60 Conru, Kevin, Solomon Islands Art, Milan 2008, p. 190
