Maske "mwai" ("mvai" / "mwei") · Papua-Neuguinea, Iatmul · ID: 3053744
Beschreibung
Holz, Pigmente, Ton, Kauri- und Nassa-Schnecken, Muschelringe, Eberhauer, Haare, Rattan, rest.
Eine Maske aus der Sammlung Nelson A. Rockefeller, die vermutlich aus derselben Werkstatt stammt, wurde am 2. Juli 1990 bei Sotheby’s London als Lot 13 versteigert.
“Mwai”- Masken stellen Sippenahnen dar und treten stets paarweise auf.
Sie werden auf konischen Gestellen aus Rattan und Kokosfaser befestigt, die oft mit bemalten Palmblattscheiden ummantelt sind. Die Kostüme werden von jüngeren, neu initiierten Männern getragen, die unter dem Gestell verborgen, in “Brüllrohre” singen.
Frauen umtanzen die Masken und versuchen an den Beinen die Identität des Maskenträgers zu erkennen. So dienen die Auftritte auch der Annäherung der Geschlechter und dem Liebeszauber.
Vergleichsliteratur
Aumann, Georg, Kunst und Kunsthandwerk aus Neu Guinea, Coburg 1986, p. 60, ill. 121
