Maske "epa" · Nigeria, Yoruba · ID: 3052905
Beschreibung
Holz, Pigmente,
Arbeiten aus der gleichen Werkstatt siehe AHDRC 0109954 und 0181814.
Bei den Ekiti und Igbomina im nordöstlichen Yorubaland werden bis heute in jährlichem oder zweijährlichem Turnus mehrtägige Maskenfeste gefeiert, im Norden als “epa”, im Süden als “elofon” bezeichnet. Die hoch aufragenden, schweren Helmmasken tragen junge Männer in langsamen, kontrollierten Bewegungen; ein zentraler Moment ist der Sprung auf einen erhöhten Hügel, wobei ein Herabfallen der Maske als schlechtes Omen gilt.
Motive, Tanz und Gesang halten die Erinnerung an historische Ereignisse wach und vergegenwärtigen gesellschaftliche Werte, um Gemeinschaft und Wohlergehen zu sichern. Die Masken gehören den lokalen Verwandtschaftsverbänden (“idile”); ihre Basis (“ikoko”) ist als janusköpfiger Helm mit stereotypen, geometrisierenden Zügen normiert, während der szenische Überbau größere gestalterische Freiheit erlaubt.
Das Objekt Maske “epa” mit der Objekt-ID 3052905 war zuletzt am 25. April 2026 Teil der Auktion 106. Auktion im Zemanek-Münster Kunstauktionshaus. Das Objekt mit der Losnummer 321 erzielte einen Verkaufspreis von 2.000 €.
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Vergleichsliteratur
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika, Linz 1997, p. 242 ff.

