Maske "epa" · Nigeria, Yoruba · ID: 3052905
Beschreibung
Holz, Pigmente,
Arbeiten aus der gleichen Werkstatt siehe AHDRC 0109954 und 0181814.
Bei den Ekiti und Igbomina im nordöstlichen Yorubaland werden bis heute in jährlichem oder zweijährlichem Turnus mehrtägige Maskenfeste gefeiert, im Norden als “epa”, im Süden als “elofon” bezeichnet. Die hoch aufragenden, schweren Helmmasken tragen junge Männer in langsamen, kontrollierten Bewegungen; ein zentraler Moment ist der Sprung auf einen erhöhten Hügel, wobei ein Herabfallen der Maske als schlechtes Omen gilt.
Motive, Tanz und Gesang halten die Erinnerung an historische Ereignisse wach und vergegenwärtigen gesellschaftliche Werte, um Gemeinschaft und Wohlergehen zu sichern. Die Masken gehören den lokalen Verwandtschaftsverbänden (“idile”); ihre Basis (“ikoko”) ist als janusköpfiger Helm mit stereotypen, geometrisierenden Zügen normiert, während der szenische Überbau größere gestalterische Freiheit erlaubt.
Vergleichsliteratur
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika, Linz 1997, p. 242 ff.

