Kleines Maskengesicht, Klassische Periode, 200 - 650 n.Chr. · Mexiko, Teotihuacan · ID: 3053035
Beschreibung
Serpentin,
Die vorliegende Maske zeichnet sich durch klare, ebenmäßige Züge aus: eine breite, hohe Stirn, Augen und Mund in parallelen Horizontalen sowie eine geometrisch geformte Nase. Durchbohrungen im Bereich der Ohren deuten auf Ohrschmuck hin, wie er in Teotihuacan sowohl von Männern als auch von Frauen getragen wurde.
Vertiefungen der Augen und des Mundes lassen vermuten, dass die Maske ursprünglich mit Einlagen aus Muschel oder Pyrit zur Darstellung von Augen und Zähnen versehen war. Über ihre ursprüngliche Funktion ist nichts Sicheres bekannt; ein tatsächliches Tragen kann ausgeschlossen werden. Wahrscheinlich stand sie im Zusammenhang mit der Verehrung von Vorfahren oder Gottheiten. In der Forschung wird zudem vermutet, dass Masken dieses Typs im Kontext des Kultes um den Maisgott entstanden sein könnten.
Über ihren Zweck ist nichts bekannt; sie wurden sicherlich nicht getragen, und es ist wahrscheinlich, dass sie mit der Verehrung von Ahnen oder Gottheiten in Verbindung standen. Es wird vermutet, dass sie zur Verehrung des Maisgottes angefertigt wurden.
Die Kultur von Teotihuacan im heutigen Mexiko zählt zu den frühesten und einflussreichsten Hochkulturen Mesoamerikas.
Steinmasken mit stilisiert menschenähnlichen Gesichtszügen nehmen innerhalb der Bildhauerkunst Teotihuacans eine bedeutende Stellung ein. Sie folgen einem streng idealisierten Formkanon und scheinen weniger individuelle Porträts als vielmehr symbolische Darstellungen zu sein, vergleichbar mit anderen standardisierten Motiven dieser Kultur.
Vergleichsliteratur
Anton, Ferdinand, Azteken, Maya, Inka und ihre Vorläufer, Iphofen 1995, p. 50
Hinweise
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