Gesichtsmaske "kidumu" · D. R. Kongo, Teke-Tsaye, Mossendjo-Sibiti, am rechten Ufer des Kongo · ID: 3053337
René Rasmussen, Paris, France
Furman Gallery, New York, USA (1961)
Christie’s, London, United Kingdom, 17 June 1980, lot 272
Beschreibung
Holz, Pigmente,
Diese Maske steht in Verbindung mit dem “kidumu”, einer bedeutenden kultischen Tanz- und Maskentradition der Teke-Tsaye in der D.R. Kongo. Die “kidumu”-Bewegung entwickelte sich seit dem 19. Jahrhundert zu einer zentralen sozialen und zeremoniellen Institution, bei der zahlreiche Masken gleichzeitig in rituellen Aufführungen erschienen. In einer Epoche von Migration, gesellschaftlichem Wandel und den Auswirkungen des Sklavenhandels verkörperten die Tänze Gemeinschaft, Autorität und spirituelle Kontinuität.
Mit der französischen Kolonisierung ab 1913 und den darauffolgenden Hungersnöten brach diese Tradition zeitweise zusammen, bevor sie in den 1930er Jahren wiederbelebt wurde. Nach der Unabhängigkeit gelangten “kidumu”-Masken in größerer Zahl auf den internationalen Kunstmarkt. Werke dieser Tradition gelten heute als bedeutende Zeugnisse der rituellen und performativen Kunst Zentralafrikas.
Vergleichsliteratur
Schädler, Karl-Ferdinand, Encyclopedia of African Art and Culture, Munich 2009, p. 326
Publikationen
Furman Gallery (ed.), Masterworks of African Art, New York 1962, ill. 32; Lehuard, Raoul, Les arts Bateke, Arnouville 1996, p. 129
AHDRC: 0014298
Ausstellung
New York, USA, Masterworks of African Art. Furman Gallery, 18 October 1961

