Figur mit erhobenem Arm · Mali, Dogon · ID: 3053282
Beschreibung
Holz, dicke Krustenpatina, handgeschriebene Sammlungsnummer “R02225”, Sockel
Die Geste mit erhobenem Arm diente der Kommunikation zwischen Himmel und Erde, wurde insbesondere als inständige Bitte um Regen ausgelegt, der in dem trockenen Lebensgebiet ein Grundbedürfnis darstellte. Die Regenopfer wurden an besonderen Altären “andugo” dargebracht, die dem Geistwesen “nommo” geweiht waren, das sowohl in jedem Gewässer, als auch im Regen gegenwärtig ist.
Nach Darbringung des Opfers wurde ein Feuer entzündet, dessen dicke Rauchwolken nach Glauben der Tellem die dunklen Regenwolken anziehen sollten. Anschließend streckte der Priester einen eisernen Haken, “gobo” genannt, über Kopf nach oben, um ihn sodann nach unten zu ziehen. Bildhaft gemeint, gleichsam in die regenbringenden Wolken einhakend, um sie näher heranzuziehen.

