Anthropomorphe Maske "idimu" · D. R. Kongo, Lega · ID: 3053172
Beschreibung
Holz, Kaolin, Pflanzenfaser,
Vorliegende Maske zeigt markante Züge: besonders hoch sitzende Augen, einen kurzen gerillten Nasenrücken und einen großen ovalen Mund mit Kerbschnitt. Eine formal sehr ähnliche Maske wurde am 7. Februar 1970 bei Parke-Bernet in New York verauktioniert (AHDRC 0027021). Eine weitere Maske dieses Typs, ex John J. Klejman, wurde 1970 dokumentiert (AHDRC 0026984).
Masken der Lega gehören zur Kategorie der Initiationsobjekte des “bwami”- Bundes. Es werden je nach Material, Größe und Form fünf Typen unterschieden: “lukwakongo”, “kayamba”, “idimu”, “muminia” und “lukungu”.
Die Masken dienen als wichtige Rangzeichen, die ihren Besitzer als Mitglied einer bestimmten “bwami”- Initiationsstufe ausweisen.
“Idimu”- Masken waren Gemeinschaftsbesitz und wurden von einem verdienten Mitglied des “yananio” oder “kindi” - Initiationsgrades aufbewahrt.
“Idimu” wurden in verschiedenen Riten verwendet, entweder allein oder in Kombination mit “muminia” oder “lukwakongo”- Masken. Bei einer wichtigen rituellen Zeremonie wurden sie an kleinen Holzgestellen “pala” befestigt. Darum herum wurden die kleinen “lukwakongo”- Masken aufgehängt, die individuellen Besitzern gehören und zusammengenommen die Gemeinschaft der “bwami”-Gesellschaft verkörpern.
Alle Masken der Lega dienen als didaktische Unterstützung bei den Tänzen, Liedern und erzählten Sprichwörtern, die den Initianten den idealen Verhaltenskodex der Lega-Gesellschaft vermitteln sollen.

